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Kaffeesorten und -aromen

"Kaffee ist der neue Wein"

Wein besitzt bis zu 400 verschiedene Aromen - Kaffee zwischen 800 und 1.000

Arabica

Arabica gilt als die ursprünglichste aller Kaffeearten. Arabica-Kaffeepflanzen sind sehr sensibel und benötigen ein stabiles und kühles Klima um die 20 Grad Celsius. Arabicakaffee wird daher in höhergelegenen Gebieten ab 1000 Höhenmeter angebaut, wo die Kirsche aufgrund der niedrigen Temperatur nur langsam wächst und reift. Sie hat daher viel Zeit um vielfältige Aromen zu entwickeln, weshalb Arabicabohnen einen hohen Öl- aber geringen Chlorogensäureanteil aufweist. Arabica hat 0,8-1,5% Koffeingehalt. Dies macht sie zur beliebtesten Kaffeeart weltweit. Geschmacklich weisen auf Arabica basierende Kaffeesorten daher eine fruchtige Note auf und bieten eine Vielfalt an feinen Aromanuancen. Außerdem sind sie weich, mild und gut verträglich.

Robusta

Die Robusta ist, wie ihr Name schon verrät, eine robustere Kaffeeart als die Arabica. Auch in flacheren Regionen mit höheren und schwankenden Temperaturen (bis zu 26 Grad Celsius) kann die Pflanze gut gedeihen. Nicht nur bezüglich des Klimas, sondern auch hinsichtlich diverser Krankheiten oder Schädlingen ist sie tendenziell resistenter. Optisch unterscheiden sich Robusta- und Arabicakaffeebohnen insofern, als dass die Robustabohne kleiner ist und eine gerade Narbe auf ihrer Unterseite aufweist. In ihrer Zusammensetzung enthält die Robustabohne im Vergleich zur Arabicabohne weniger Öle, aber dafür mehr Chlorogensäure. Kaffeesorten die auf Robustabohnen basieren sind daher weniger facettenreich in ihrem Aroma, weisen aber einen höheren Koffeinanteil auf und sind stärker im Geschmack. Robusta hat 2,0-3,5% Koffeingehalt.

Liberica

Zu den nicht so häufig angebauten Kaffeepflanzen zählt Liberica (Coffea liberica). Sie gilt als besonders robust und kann unter Bedingungen wachsen, die für andere Kaffeearten wenig geeignet sind.

Excelsa

Mit etwa einem Prozent hat die Kaffeesorte Excelsa zwar einen verschwindend geringen Anteil am internationalen Kaffeemarkt. Eben weil sie so selten ist, wird sie jedoch von vielen Liebhabern sehr geschätzt. Ihren Ursprung hat die Kaffeesorte Excelsa mitten in Afrika, genauer am Tschadsee, wo diese Art kurz nach Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde.

Maragogype

Die Kaffeeart Maragogype ist eine Kreuzung aus Arabica und Liberica Kaffee. Die Maragogypebohnen werden „Elefantenbohnen“ genannt, weil sie sogar 40 Prozent größer sind, als die Bohnen der Arabicapflanze. Besonders bei Kaffeetrinkern mit empfindlichem Magen sind Kaffeesorten, die auf Maragogypebohnen basieren beliebt, da sie als mild und säurearm gelten und dennoch einen recht hohen Koffeinanteil aufweisen.

Kopi Luwak

Kopi Luwak ist keine eigene Kaffeeart, sondern vielmehr eine Mischung aus Arabica, Liberica und Excelsa. Er gilt als die teuerste und exklusivste Kaffeesorte der Welt. Sein Preis lässt sich auf seine exotische Herkunft und Herstellung zurückführen. Zur Gewinnung dieser Kaffesorte durchlaufen die Kaffeebohnen den Darmtrakt von den in Asien lebenden „Schleichkatzen“. Die von den Katzen gefressene Kaffeekirsche wird im Darmtrakt der Tiere durch Verdauungsenzyme fermentiert, weshalb sie ein eigenes, erdig-schokoladiges Aroma entfalten.
Jedoch handelt es sich beim Kopi Luwak um einen zweifelhaften und umstrittenen Luxuskaffee. Denn um den Kaffee herzustellen, werden die Katzen in Käfige gesperrt, wo sie ausschließlich Kaffeekirschen zu fressen bekommen.

Aus ethischen Gründen verwenden wir keine Kopi Luwak Bohnen.